Nutzbringende Wildpflanzen
Große Brennessel (Urtica diodica)
Wer guten Humus in seinem Garten hat, hat gute Chancen, daß sich diese nützliche Pflanze bei ihm ansiedelt. Da die Brennessel nur hier gut gedeiht, erfährt man bei ihrer Anwesenheit, daß man guten Boden in seinem Garten sein eigen nennt.
Die jungen Triebe enthalten viel Vitamin C. Sie sind eßbar und können wie Spinat zubereitet werden. Wer den würzigen Geschmack roh genießen möchte, sollte die Brennessel kurz durch Öl ziehen. So verlieren die Brennhaare ihre Wirkung.
Spreizende Melde (Atriplex patula)
Diese Melde ist eine sehr anspruchslose Pflanze. Sie wächst sogar an Stränden und im salzigen Marschland.
Auch dieses spinatähnliche Gemüse kann man wie Spinat zubereiten.
Klatschmohn (Papaver rhoeas)
Der leuchtend rote Klatschmohn ist etwas für’s Gemüt. Er blüht nicht nur am Rand von Feldern, sondern auch gern in einer Wiese.
Schöllkraut (Chelidonium majus)
Die goldgelben Blüten erfreuen ebenfalls das Herz. Möglicherweise haben nicht Vögel oder der Wind mir Samen gebracht, sondern Ameisen. Diese werden von dem öligen, weißen Überzug über den schwarzen Samen angezogen.
Gemeiner Erdrauch (Fumaria officinalis)
Hier ziehen mich die Blüten magisch an. Sie sind
rosafarben mit schwärzlich-purpurroten Spitzen, wobei das obere Blütenblatt
lippenblattartig und in einen kurzen Sporn verlängert ist.
Diese interessante Pflanze zeigt sich mal hier und mal da in meinem Garten,
und manches Jahr macht sie sich unsichtbar.
Gemeines Leimkraut (Silene vulgaris vulgaris)
Hier sind die großen, herabhängenden Blüten
spannend: Aus einem vergrößerten Kelch lugen wie runde, dichte
Spitzen die weißen Blütenblätter hervor.
Gern siedelt sich diese Pflanze am Wegrand oder der Hecke an.
Buschwindröschen (Anemone nemorosa)
Diese Pflanze ist ein zarter weißblühender Frühlingsbote unter dem Apfelbaum. Dieses kleine Blümchen, das man leicht übersieht, hat handförmig gelappte Blättchen.
Gewöhnliche Akelei (Aquilegia vulgaris)
In meinem Garten blühen außer den blauen auch
rosafarbene. Interessant sind vor allem die Blüten mit ihren auffälligen
langen, hohlen Spornen. Diese sind randvoll mit Nektar gefüllt.
Die Pflanze bevorzugt nicht unbedingt Sonne; sie gedeiht auch im Schatten.
Gewöhnliche Waldrebe (Clematis vitalba)
Diese reich blühende Pflanze bedeckte mit ihren
duftenden, grün-weißen Blüten eine Hecke, stark besucht
von Insekten.
Allerdings durfte sie nicht bleiben, weil die Nachbarn Zeter und Mordio
anstimmten; ihnen war die Hecke zu dicht geworden.
Mädesüß (Filipendula ulmaria)
Die gelblichen, süß dufteden Blüten sind
eine Hummelweide par excellenz. Die Hummeln sielen sich geradezu in den
prächtigen Blütenständen.
Bei mir gedeiht die Staude im Staudenbeet nahe dem Apfelbaum. Eigentlich
liebt sie Nässe; das biete ich ihr aber nicht unbedingt, sondern
eventuell der Wettergott, wenn er ihr gnädig ist.
Mädesüß wurde/wird zur Geschmacksverbesserung von Bier
verwendet.
Brombeere (Rubus fructicosus)
Ordentlich stachlig sind die Stengel, sodaß sie Vögeln guten Schutz böten (wenn ich sie nicht stark auslichten würde). Mich verwöhnen sie mit reicher Ernte.
Hundsrose (Rosa canina)
Sie ist zu einer kräftigen Staude herangewachsen, in der sich Vögel wohl fühlen. Nicht nur den Sommer , sondern vor allem im Winter, wenn ich den Strauch nicht völlig abgeerntet habe, sondern leckere rote Hagebutten hängengelassen habe.
Stachelige Rose, Bibernellrose (Rosa pimpinellifolia)
Huh, ist der stachlig!
Die Hagebutten sind schwarz. Sie bleiben für die Vögel am Strauch.
Üppig weiß blüht der Strauch im Mai und Juni. Und er hat
sich kräftig ausgebreitet.