farbenprächtig

Gesichtspunkte meiner Pflanzenwahl

Mein Wissen mehrt sich, meine Ideen ändern sich und mein Garten wandelt sich mit mir...

Eine Blüte in jedem Monat

Blüte

Anfangs, als ich den Garten übernahm, sollte in jedem Monat mindestens eine Pflanze blühen. So gelangten auch Pflanzen in meinen Garten, von denen ich heute weiß, daß sie für unsere heimischen Insekten nutzlos sind.

Üppige Natur

Die Umweltprobleme nahmen zu, und so faßte ich den Entschluß, in dem kleinen Stück, das ich beeinflussen konnte, etwas für die Umwelt zu tun. So versuchte ich, mehr heimische Pflanzen anzusiedeln.

Um die Sauerstoffprobleme wenigstens in meinem Verantwortungsbereich zu lindern, sollte der Garten so üppig begrünt werden, wie die Natur es zuläßt. (An sich braucht jeder Mensch 4 ausgewachsene Bäume, um ein Leben lang atmen zu können).

Das Tierparadies

Allmählich interessierte ich mich mehr und mehr für den Nahrungskreislauf, Frosch für Nützlinge und Schädlinge, beobachtete, daß Schmetterlinge, Bienen und Vögel unter anderem immer mehr abnahmen.

So interessierte ich mich für die Lebensbedingungen dieser Tiere. Ich stellte fest, daß die Falter bestimmte Pflanzen zur “Aufzucht ihrer Nachkommen” benötigen und daß diese Pflanzen überwiegend Kräuter und Wildblumen sind. Diese Gewächse sind gleichzeitig Bienenweiden. Deshalb bereichere ich jetzt meinen Garten mit solchen Sauerstoffbildnern. Gleichzeitig verfeinern diese (Wild)kräuter unsere Küche.

Gedankenvolle Gartengestaltung

Möglichst viele verschiedene Kleintiere möchte ich in meinem Garten ansiedeln. Deshalb schaffte ich unterschiedliche Lebensräume: Wasserstellen, Stein-, Holz- und Reisighaufen, Kompost, bunt gemischte Pflanzengesellschaften, Insektennisthölzer, Erdlöcher und Mulch. Tote Äste lasse ich zum Teil stehen; denn hier finden die Vögel Futter.

Damit erreiche ich eine Artenvielfalt und so eine Einschränkung der Schädlingsmenge.

Der Boden ist ständig bedeckt durch Pflanzen oder Mulch. Das verhindert die übermäßige Wasserverdunstung und dient der Humuserzeugung. Egal, wo ich in den Boden steche, finde ich viele Regenwürmer, die größten Humusbildner (neben den Schnecken).

Bestandsaufnahme

Baum

Der Garten beheimatet inzwischen eine Igelfamilie, Grasfrösche (stehen unter Naturschutz) und Kröten, Brandmäuschen, 11 Vogelarten u.v.m.

Von den 5 Vogelhäuschen waren dieses Jahr 3 bewohnt, z.T. zweimal.

Der Garten enthält 5 Obstbäume und einen Zierbaum, außerdem 30 Sträucher, davon 12 obsttragende, 5 Kletterpflanzen und 24 Heilpflanzen.
Die vielen “Großen” sind Schattenspender. Angenehm - angesichts des Ozonlochs, das immer mehr Hautkrebs verursacht. Und es gibt viele romantische Ecken.

Für jedes Lebewesen die passende Umgebung

Das hohe Gras speichert Wasser und ist Wirtspflanze für bestimmte Falter. Und wir gewinnen kostenloses Heu.

Nicht zuletzt denke ich an die Vögel. Diese brauchen eine dichte Bepflanzung, um sich zum Nisten verstecken zu können.

Auf jeglichen Dünger oder Spritzen verzichte ich.

Die nährsoffreiche Komposterde verwende ich für meine Pflanzen in den Töpfen. Sie wachsen üppig, obwohl sie auf oder von außen zugeführten Dünger verzichten müssen.